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27.10.2013 - ADAC Rallye Cup

Eine Sekunde entscheidet ADAC OPEL Rallye Cup zugunsten von Markus Fahrner

  • Showdown auf der letzten Wertungsprüfung der Saison
  • ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Marijan Griebel gewinnt ADAC OPEL Rallye Junior Cup
  • Marijan Griebel und Fabian Kreim sind die Förderpiloten des ADAC OPEL Rallye Junior Team 2014


Als wäre die Ausgangslage nicht schon spannend genug gewesen: Beim achten und letzten Lauf zum ADAC OPEL Rallye Cup kam es zum finalen Showdown zwischen Markus Fahrner (Winnenden) und Marijan Griebel (Hahnweiler). Einfache Rechnung: Wer im Opel Adam gewinnt ist (fast) der Cup-Sieger im Premierenjahr. Der 24-jährige Youngster Griebel musste aber neben dem Sieg bei der ADAC 3-Städte-Rallye (25.-26. Oktober 2013) auch die Zusatzpunkte für den Piloten mit den meisten Bestzeiten auf den Wertungsprüfungen erreichen, um dem 33-jährigen Routinier Fahrner den Sieg noch zu entreißen.

Auf den Wertungsprüfungen rund um Kirchham in Ostbayern kam es dann zu einem regelrechten Sekundenkrimi. Nachdem der 24-jährige Christian Allkofer (Pentling) bei seinem Heimspiel die Auftaktprüfung gewann, setzte sich Griebel an die Spitze. Fahrner, Griebel und Allkofer fuhren im Wechsel die Bestzeiten auf den Wertungsprüfungen, das Trio wechselte sich auch fast nach jeder Prüfung in der Führungsarbeit ab. Vorentscheidungen fielen auf der achten von insgesamt zehn Wertungsprüfungen in Ostbayern. Allkofer wurde durch einen Defekt am Schaltgestänge eingebremst, Fahrner rettete sich mit einer abgescherten Antriebswelle zu seinem Service-Team. Beide verloren rund eine Minute und kamen dadurch für den Sieg bei der ADAC 3-Städte-Rallye nicht mehr in Frage.

Fahrner konnte nun seinen Cup-Sieg nur noch realisieren, wenn er ebenso wie Griebel vier Bestzeiten erreichte und dadurch ebenfalls die fünf Zusatzpunkte für den schnellsten Sprinter bekommen würde. Die Entscheidung fiel auf der letzten Wertungsprüfung der Saison. Nach acht Veranstaltungen mit 91 Wertungsprüfungen gewann Fahrner die alles entscheidende Prüfung mit dem Wimpernschlag von einer Sekunde Vorsprung. So hatte er genau wie Griebel vier Bestzeiten, bekam die entscheidenden Zusatzpunkte und sicherte sich mit Beifahrer Michael Wenzel (Mehlingen) den Sieg im ADAC OPEL Rallye Cup.

„Da ging absolut nichts mehr“, sagte Fahrner im Ziel. „Ich wusste, ich musste diese Bestzeit unbedingt fahren. Das war ganz schön stressig. Der Sieg ist die Krönung einer überwältigenden Saison, wurde aber nur möglich, weil mein Team die defekte Antriebswelle so schnell gewechselt hat.“ Mit Blick auf den knapp geschlagenen Marijan Griebel ergänzte er, „Marijan war bärenstark, er hat das ganze Jahr einen tollen Job gemacht. Und ich mag es, wenn ich so gefordert werde.“ Griebel, wie immer zusammen mit seinem Co-Piloten Alex Rath (Trier) im Opel Adam unterwegs, erklärte im Ziel, „auf der letzten Prüfung, das war nochmal volle Attacke. So knapp zu verlieren, ist natürlich tragisch, aber Markus (Fahrner) war einfach genau diese Sekunde schneller und damit hat er verdient gewonnen.“ Bei der abendlichen Siegerehrung bekannte Griebel, „es war am Anfang sehr schmerzlich, den Cup-Sieg so nah vor Augen zu haben und dann doch nach einer so langen Saison mit nur einer einzigen Sekunde zu verlieren.“ Der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport hatte die Junior-Wertung für die 20 Teams bis maximal 27 Jahre unter den 24 eingeschriebenen Teams schon vorzeitig gewonnen.

Für den 21-jährigen Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach) ging es beim Finale vor allem darum, den dritten Platz der Gesamtwertung und Platz zwei bei den Junioren zu sichern. „Die Spitzengruppe mit Fahrner, Griebel und Allkofer hatte hier einen gewaltigen Speed drauf. Bei mir war da eher im Kopf noch die Handbremse etwas angezogen, da ich den zweiten Platz in der Junior-Wertung nicht verspielen wollte. Aber Platz zwei in der Junior-Wertung ist für das erste Jahr viel mehr als ich mir erwarten konnte. Zwischen Platz eins und sieben inklusive einem Ausfall war in diesem Jahr für mich alles dabei. Das Highlight meiner Saison war natürlich der Sieg in Stemwede.“ Der Südhesse sicherte sich den Preisgeldscheck von 20.000 Euro für Platz zwei hinter Griebel, bei dem die Siegersumme 30.000 Euro betrug. Um den dritten Platz und die Fördersumme von 10.000 Euro wurde hart gekämpft. Letztlich gingen Podestplatz und Scheck an Allkofer, er verwies den 20-jährigen Dominik Dinkel (Rossach) auf Platz vier. Der geschlagene Youngster des ADAC Nordbayern erläuterte, „in der sechsten Wertungsprüfungen ist Felix Herold vor uns abgeflogen, dadurch lag ein kleiner Baum auf der Straße, dem ich nicht mehr ausweichen konnte und ebenfalls von der Straße abgekommen bin.“ Trotz dieses Zeitverlustes hätte Dinkel den begehrten dritten Platz knapp verteidigt. Da Allkofer jedoch wie Griebel fünf Bestzeiten bei den Junioren fuhr, schob er sich mit den so gewonnenen Zusatzpunkten an Dinkel vorbei. „Es hat riesigen Spaß gemacht, quasi vor der Haustür zu fahren“, strahlte Allkofer, der Zeitverlust durch das defekte Schaltgestänge ist zwar ärgerlich, aber nicht zu ändern. Dafür sind aber die fünf Zusatzpunkte für den Bestzeiten ein toller Trost.“

Für den 22-jährigen Hamburger Timo Broda war es eine Rallye mit Höhen und Tiefen. „Der Reifenschaden hat uns natürlich weit zurückgeworfen. Aber an der Spitze ist es so eng, da muss man sich richtig langmachen um das Tempo mitzugehen“, beschrieb der Fünftplatzierte der Junior-Wertung. In der Endabrechnung beim Finallauf belegte Björn Satorius (Seeheim) hinter Griebel und Fahrner den dritten Platz und damit sein bestes Saison-Ergebnis. „Wahnsinn, das ist einfach nur genial“, strahlte er im Ziel. „Ein absolut versöhnlicher Abschluss für diese Saison. Ich konnte das Tempo an der Spitze schon am Anfang mitgehen, aber der Überschlag in Stemwede hatte mir dann doch etwas das Selbstvertrauen genommen.“

Ein besonderes Highlight gab es dann am Abend im Rahmen der Siegerehrung. Mit Griebel, Kreim, Dinkel, Allkofer und Broda hatten sich fünf Youngster für die Sichtung zum Förderpiloten für das ADAC OPEL Junior Rallye Team 2014 qualifiziert. Aufgrund der großen Leistungsdichte entschlossen sich ADAC und Opelkurzfristig zwei Piloten zu fördern und nicht wie angekündigt nur einen. Die Wahl der Jury fiel auf Marijan Griebel und Fabian Kreim, die im kommenden Jahr ein gemischtes Programm aus nationalen und internationalen Läufen im Opel Adam R2 bestreiten werden. Neben acht Läufen zum ADAC Rallye Masters und einigen Läufen zur Rallye-Europameisterschaft steht als Höhepunkt der Start bei der ADAC Rallye Deutschland auf dem Programm, dem deutschen Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft.
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Bilder

Die Sieger des ADAC OPEL Rallye Cup 2013: (v.l.) Jörg Schrott (Opel Motorsport Direktor), Marijan Griebel, Alex Rath, Markus Fahrner, Michael Wenzel, Fabian Kreim, Marvin Engel, Hermann Tomczyk (ADAC Sportpräsident)

27.10.2013 - ADAC Rallye Cup

Die Sieger des ADAC OPEL Rallye Cup 2013: (v.l.) Jörg Schrott (Opel Motorsport Direktor), Marijan Griebel, Alex Rath, Markus Fahrner, Michael Wenzel, Fabian Kreim, Marvin Engel, Hermann Tomczyk (ADAC Sportpräsident)

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Jörg Schrott (Opel Motorsport Direktor), Marijan Griebel, Alex Rath, Markus Fahrner, Michael Wenzel, Fabian Kreim, Marvin Engel, Hermann Tomczyk (ADAC Sportpräsident)

Voller Einsatz beim Kampf um Rang drei beim Finallauf: Björn Satorius

27.10.2013 - ADAC Rallye Cup

Voller Einsatz beim Kampf um Rang drei beim Finallauf: Björn Satorius

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Björn Satorius

Um eine Sekunde den Sieg verpasst: Platz zwei für Marijan Griebel und Alex Rath

27.10.2013 - ADAC Rallye Cup

Um eine Sekunde den Sieg verpasst: Platz zwei für Marijan Griebel und Alex Rath

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Marijan Griebel

Auf dem Sprung zum Sieg im ADAC OPEL Rallye Cup 2013: Markus Fahrner / Michael Wenzel

27.10.2013 - ADAC Rallye Cup

Auf dem Sprung zum Sieg im ADAC OPEL Rallye Cup 2013: Markus Fahrner / Michael Wenzel

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Markus Fahrner




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