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13.08.2011 - ADAC Formel Masters

Österreich-Premiere endet mit Premiensieg für Kristensen

Das erste Rennen der Formel ADAC auf dem Red Bull Ring endete mit einem
Sieg des Dänen Kean Kristensen. Der 16-Jährige vom Team Motopark profitierte
bei seinem Triumph von der Bestrafung des Tabellenführers Pascal Wehrlein
(16, Worndorf/ADAC Berlin-Brandenburg), der als Erster abgewinkt wurde, aber
nachträglich zurückversetzt wurde.

Keyfacts Rennen 1, Red Bull Ring, Österreich


Streckenlänge: 4.326 Meter
Wetter: bedeckt, 19 Grad, stellenweise feuchte Strecke
Pole-Position: Pascal Wehrlein (ADAC Berlin-Brandenburg), 1.50,349 Min.
Schnellste Rennrunde: Artem Markelov (Motopark), 1.37,209 Min.
Sieger: Kean Kristensen (Motopark)

Wehrlein beim fliegenden Start zu forsch


Nach vorangegangenen Regenfällen war der Red Bull Ring zwar größtenteils
abgetrocknet, dennoch stufte die Rennleitung den 13. Saisonlauf als „Wet Race“
ein und ließ das komplett auf Slick-Bereifung setzende Feld hinter dem Safety-
Car starten. Als das Sicherungsfahrzeug nach zwei Umläufen den Weg
freimachte, trat Polesitter Wehrlein zu früh aufs Gas seines 145 PS starken
Formel ADAC powered by Volkswagen und überholte das Auto noch vor der
Safety-Car-Linie. Dafür wurde er nach Rennende mit 30 Strafsekunden belegt.
Damit fiel der bisherige Tabellenführer bis auf Platz 13 zurück. Nutznießer der
Strafe war Kean Kristensen, der mit seinem ersten Podesterfolg in der Formel
ADAC gleichzeitig seinen ersten Sieg verbuchte. „Nach Oschersleben stand ich
hier zum zweiten Mal auf dem zweiten Startplatz, aber der fliegende Start hinter
dem Safety-Car gelang mir deutlich besser und ich folgte Pascal. Ab der dritten
freien Runde setzte er sich ein bisschen ab. Erst gegen Rennende kam ich ihm
wieder näher, für eine Attacke hat es aber nicht mehr gereicht“, gab der Däne zu,
der sich schließlich doch über 25 Siegpunkte freuen durfte und so perfekt in die
zweite Saisonhälfte gestartet ist.

Mario Farnbacher und Emil Bernstorff komplettieren Podium


Die Plätze zwei und drei gingen an Kristensens Motopark-Teamkollegen Mario
Farnbacher (19, Lichtenau) und Emil Bernstorff (18, GB). Sie rückten im
Nachhinein gleich zwei Plätze auf, weil nicht nur Wehrlein bestraft wurde,
sondern auch der ursprüngliche Dritte Sven Müller (ma-con). Der 19-Jährige
Bingener hatte etwas zu vehement ans Heck des vor ihm fahrenden Roy Nissany
(16/RSC Mücke Motorsport) „angeklopft“. Der Israeli kam daraufhin von der
Strecke ab und schlug in die Reifenstapel eins. Die Sportkommissare schlossen
Müller wegen der Attacke nach Rennende aus der Wertung aus. Für Bernstorff
waren die 15 Punkte für den dritten Platz eine schöne Belohnung: Der Brite hatte
sich von Startplatz 13 nach vorn gekämpft.

Bernstorff schließt auf Tabellenführer Wehrlein auf


Nach der zweiten Nullnummer von Wehrlein in Folge hat Bernstorff weiter Boden
auf den Spitzenreiter gutgemacht. 221 zu 206 lautet der aktuelle Punktestand zu
Gunsten Wehrleins. Müller ist Dritter mit 185 Punkten.

Lokalmatador Coleselli mit bestem Saisonergebnis


Die Farben Österreichs wurde von Marc Coleselli würdig vertreten. Der 17-
Jährige vom Team HAITECH Racing belegte Rang acht hinter seinem
Teamkollegen Jeffrey Schmidt (17, CH), der Vierter wurde, sowie Jason Kremer
(16, Bonn/RSC Mücke Motorsport), Artem Markelov (16, RUS/Motopark) und
Lucas Wolf (16, Mörlenbach/URD Rennsport) auf den Positionen fünf bis sieben.
Coleselli zeigte damit pünktlich beim Heimspiel seine bisher beste
Saisonleistung. Erste Punkte strich auch Toni Koitsch (23, Döbeln/KSW
Motorsport) ein. Er wurde Zehnter.

Kristensen am Sonntagmorgen auf Pole


Analog zum heutigen Rennergebnis startet Kean Kristensen im zweiten Rennen
des Wochenendes am Sonntagmorgen (Start: 10.30 Uhr) von der Pole-Position.
Das finale dritte Rennen wird um 16.30 Uhr gestartet. Die beiden Rennen werden
als Livestream auf der Homepage übertragen.
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