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11.06.2011 - Formel ADAC

Formel ADAC hat ihren ersten Zolder-Sieger: Pascal Wehrlein

Das erste Rennen der 2008 ins Leben gerufenen Formel ADAC im belgischen
Zolder hat einen würdigen Sieger: Von der Pole-Position gestartet markierte
Pascal Wehrlein (16, Worndorf/ADAC Berlin Brandenburg) einen lupenreinen
Start-Ziel-Sieg und eroberte so die Tabellenführung. Die Plätze hinter ihm
wurden kräftig durcheinander gewirbelt, nachdem die Rennleitung wegen
Sektorenbestzeiten unter Gelb gegen 14 Fahrer nachträglich eine 30-Sekunden-
Zeitstrafe verhängte. Am Ende rückten die ursprünglich auf den Plätzen vier und
fünf gewerteten Fahrer Artem Markelov (16, RUS/Motopark) und Dennis Lind (18,
DK/Krafft Walzen) auf die Podestplätze zwei und drei vor.

Bereits in der ersten Runde musste das Safety-Car auf die Strecke kommen:
Hinter Polesetter Wehrlein hatte sich der von Rang vier gestartete Israeli Roy
Nissany (16, RSC Mücke Motorsport) nach einer Berührung gedreht, Lucas Wolf
(17, Mörlenbach/URD Rennsport) und Maximilian Buhk (18, Dassendorf/KUG
Motorsport) trafen den Havaristen. Alle drei Fahrer blieben unverletzt, schieden
aber aus und das Safety-Car musste ausrücken. Beim Restart behauptete sich
Wehrlein erneut an der Spitze und baute schnell einen großen Vorsprung auf
seinen direkten Verfolger Jason Kremer (16, Bonn/RSC Mücke Motorsport) aus.

Doch Kartaufsteiger Kremer kam auf einer der nassen Stellen, die sich nach
mittäglichen Regengüssen auf der Strecke gehalten hatten, ins Schleudern und
schlug in die Reifenstapel ein. Auch Kremer blieb unverletzt. Während der
Bergungsarbeiten wurden an der Unfallstelle Gelbe Flaggen geschwenkt, dennoch
gingen die später bestraften Piloten hier nicht ausreichend vom Gas. Gleich elf
Piloten entpuppten sich bei späterer Durchsicht der Zeiten sogar als
„Wiederholungstäter“. Sie wurden zusätzlich fünf oder gar zehn Startplätze für das
zweite Rennen zurückversetzt.

Artem Markelov rückte nach Kremers Ausfall auf Rang zwei vor und sah sich
heftiger Attacken seines Motopark-Teamkollegen Emil Bernstorff (18, GB)
ausgesetzt, die in einer unsanften Berührung der beiden Kontrahenten gipfelte.
Schließlich setzte sich Bernstorff durch und auch der von Platz sieben gestartete
Sven Müller (19, Bingen/ma-con) schob sich am Moskowiter vorbei. Doch am Ende
lag Markelov doch vor seinen Rivalen, den sowohl Bernstorff als auch Müller zählten
zu den bestraften Piloten. Sie belegten schließlich die Plätze fünf und sechs.
Kartaufsteiger Jeffrey Schmidt (17, CH/HAITECH Racing) rückte durch die vielen
Strafen indes vom achten auf den vierten Rang vor und strich so das bisher beste
Ergebnis seiner jungen Formelkarriere ein.

In der Anfangsphase des Rennens mischte auch noch Mario Farnbacher (19,
Lichtenau/Motopark) im Kampf um die Podiumsränge mit, doch eine
Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts verhagelte auch ihm das Rennen. Er wird im
revidierten Ergebnis als 14. geführt. Ihm bleibt die Hoffnung, in den beiden
Sonntagsrennen (Start: 11 und 15 Uhr) den Abstand auf das Spitzentrio in der
Gesamtwertung zu verkürzen. Wehrlein führt mit 121 Punkten vor Bernstorff und
Müller, die je 118 Zähler auf dem Konto haben.
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