- Tim Jarschel sichert sich seinen zweiten DTM eSports Championship-Titel
- Spannendes Finale mit engen Duellen bis zur letzten Runde – live vor Publikum
- Jarschel gewinnt Gaststart im BMW M2 Cup in Hockenheim
Nürburg. Bei einem spannenden Onsite-Finale auf dem Nürburgring sicherte sich Tim Jarschel (Falken Simracing Team) seinen zweiten Titel in der DTM eSports Championship. Mit zwei Siegen auf dem virtuellen Hockenheimring sowie einem zweiten und einem dritten Platz auf dem Nürburgring drückte er dem Saisonabschluss seinen Stempel auf. In knapp zwei Monaten kann er sein Können im realen Motorsport unter Beweis stellen. Neben 5.000 € Preisgeld gewann Jarschel einen Gaststart im BMW M2 Cup im Rahmen des DTM-Saisonfinales auf dem Hockenheimring.
Rang zwei ging an Moritz Löhner (Mouz), der sich über einen GT4-Test auf dem Sachsenring noch im August freuen darf. Der zweifache Titelträger der DTM eSports Championship konnte zwar beide Läufe auf dem Nürburgring für sich entscheiden, hatte zuvor auf dem Hockenheimring jedoch zu wenig Punkte sammeln können. Alessandro Ottaviani (Dörr Esports by SX) komplettierte das Podium.
Hockenheim – Rennen 1: Jarschel dominiert
Von Anfang an standen bei Jarschel die Zeichen auf Angriff. Der Falken Simracing-Pilot holte sich direkt die Pole-Position vor Nikodem Wisniewski (Drivelap Coaching) und Niklas Houben (Team Nitro). Auch am Start behauptete er die Führung und setzte sich in den kommenden Runden kontinuierlich vom Rest des Feldes ab. Während er einem klaren Start-Ziel-Sieg entgegenfuhr, entbrannte hinter ihm ein Kampf um die restlichen Podestplätze. Wisniewski hielt zunächst Rang zwei vor Houben und Ottaviani. Nach rund der Hälfte des Rennens blies der Italiener zum Angriff an und eroberte innerhalb kürzester Zeit den zweiten Platz. Houben hielt Rang drei, während Wisniewski auf Platz vier zurückfiel.
Hockenheim – Rennen 2: Jarschel legt nach
Auch im zweiten Hockenheimring-Durchgang führte kein Weg an Jarschel vorbei. Zuerst eroberte er erneut die Pole-Position – vor Ottaviani und Wisniewski. Diese nutzte er, um sich am Start direkt an die Spitze zu setzen. Im Anschluss profitierte er von den harten Kämpfen um die Positionen hinter ihm. Jarschel setzte sich unbedrängt vom Feld ab und fuhr seinen zweiten Sieg mit einem Vorsprung von 4,740 Sekunden auf Ottaviani ein. Mit den beiden zweiten Plätzen auf dem Hockenheimring ging dieser als härtester Verfolger von Jarschel in die Nürburgring-Rennen. Ottaviani hatte sich zu Beginn des Rennens einen harten Zweikampf mit Wisniewski um Rang zwei geliefert. Als dann Löhner anfing, Druck auf den Polen auszuüben, verschaffte das Ottaviani etwas Luft. Der Fight um Platz drei entwickelte sich in den folgenden Runden zu einem Vierkampf zwischen Löhner, Wisniewski, Florian Hasse (Falken Simracing Team) und Caique Oliveira (BS+ Competition). Hasse konnte sich zunächst auf Rang vier vorarbeiten und erbte schließlich Platz drei, als Löhner wegen mehrfacher Verletzung der Tracklimits eine Slowdown-Strafe erhielt. Der Deutsche reihte sich auf Platz sechs wieder ein.
Nürburgring – Rennen 1: Löhner siegt verspätet
Nachdem in den beiden Rennen auf dem Hockenheimring Jarschel der dominierende Fahrer war, versuchten die BWM-Piloten auf dem Nürburgring ihren Vorteil auszuspielen. Oliveira, der zu dem Zeitpunkt auf Rang drei der Gesamtwertung lag, sicherte sich die Pole-Position vor Löhner und Jarschel. Ottaviani patzte und startete nur von Position sechs. Im Rennen behauptete Oliveira die Führung und fuhr einen eindeutigen Start-Ziel-Sieg vor Löhner und Jarschel ein. Doch nach einem Protest wegen eines Frühstarts analysierten die Sportkommissare die Startphase: Tatsächlich hatte der Portugiese bereits vor dem definierten Startkorridor Gas gegeben und erhielt eine Strafe. Damit heimste Löhner die volle Punktzahl ein. Jarschel wurde Zweiter und hielt die Führung in der Gesamtwertung.
Nürburgring – Rennen 2: Löhner gewinnt, Jarschel holt den Titel
Im Qualifying für das vierte und entscheidende Rennen legte Jarschel vor und sicherte sich die Pole-Position vor Löhner und Oliveira. Ottaviani war mit Startposition neun raus aus dem Titelkampf. Jarschel behielt am Start zunächst die Nase vorne, konnte sich aber, im Gegensatz zu den Rennen auf dem Hockenheimring, nicht von seinen Verfolgern absetzen. Die Fans sahen an der Spitze spektakuläre Zweikämpfe unter Simracing-Profis, die immer fair und mit Respekt geführt wurden. Löhner setzte den Führenden gewaltig unter Druck und attackierte ihn rundenlang immer wieder am Ende der Start-Ziel-Geraden. Jarschel konterte hartnäckig, musste sich dann aber in Runde 13 geschlagen geben. Doch durchatmen konnte er trotzdem nicht: Nun war es Oliveira, der den Gesamtführenden unter Druck setzte. In der letzten Runde gelang es dem Portugiesen, Rang zwei zu übernehmen.
Löhner gewann auch das zweite Nürburgring-Rennen, schaffte es aber nicht, in der Gesamtwertung an Jarschel vorbeizuziehen. Dem reichte der dritte Rang für den Titelgewinn in der DTM eSports Championship. Ottaviani überquerte als Siebter die Ziellinie und wurde Gesamtdritter vor Oliveira.
Jarschel holt sich damit nicht nur den Titel in der DTM eSports Championship, sondern gewinnt auch noch den Pole-Position-Award und den Fastest-Lap-Award. Er darf sich somit neben dem TrackTime Series One Rig auch noch über die BBS-Felgen, das KW Fahrwerks-Kit inklusive Anreise nach Fichtenberg und Fachmontage am eigenen Fahrzeug freuen.
Tim Jarschel: „Ich bin total sprachlos und muss das alles erst mal verarbeiten. Ein extrem erfolgreiches Event für mich – besser hätte es nicht laufen können. Ich bin überwältigt. Sicherlich hätte ich mich im letzten Rennen noch auf Rang vier zurückfallen lassen können. Dann hätte ich Florian hinter mir gehabt und wäre damit sicher gewesen. Doch dafür bin ich zu viel Racer. Jetzt freue ich mich auf meinen Gaststart im BMW M2 Cup in zwei Monaten.“
Moritz Löhner: „Ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet, mir noch den zweiten Platz zu sichern. Ich hatte im letzten Rennen einen tollen Kampf mit Tim. In der DTM eSports Championship lief es eigentlich immer recht gut für mich.“
Alessandro Ottaviani: „Die Läufe auf dem Hockenheimring und das erste Nürburgring-Rennen liefen richtig gut. Leider hat das letzte Rennen alles verändert. Aber ich konnte mir noch den dritten Rang sichern. Ich bin gleichzeitig glücklich und enttäuscht. Aber ich bin mit meiner Saison und dem Finale zufrieden.“