- Tim Jarschel unschlagbar: Pole-Position und Sieg für den Champion von 2024
- Spannender Dreikampf um den letzten Platz auf dem Podium
- Nächstes Event bereits am Samstag, 18. Juli, im virtuellen Oschersleben
München. Tim Jarschel (Falken Simracing Team) war beim dritten Lauf der DTM eSports Championship 2026 auf dem Norisring nicht zu schlagen. Nach der Pole-Position im Qualifying kontrollierte der Deutsche das Rennen über die gesamte Distanz und feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg vor Turkka Häkkinen (Needracing.com). Rang drei sicherte sich Jonas Wanner (Alpha One by SX), der sich nach einem spektakulären Dreikampf mit Maximilian Benecke (MOUZ) und Nikal Houben (Team Nitro) in den Schlussminuten den letzten Podiumsplatz sicherte.
Jarschel übernimmt früh die Kontrolle
Bereits im Qualifying setzte Tim Jarschel ein Ausrufezeichen und sicherte sich die Pole-Position vor Alessandro Ottaviani (Dörr eSports by SX), Nikal Houben und Turkka Häkkinen. Auch beim Start ließ der Falken-Simracing-Pilot nichts anbrennen und bog als Führender in die erste Spitzkehre ein. Für den ersten Schreckmoment sorgte Tobias Gronewald (Team Nitro), der sich beim Anbremsen verbremste und seitlich in Jarschels Audi einschlug. Trotz der Berührung blieb Jarschel an der Spitze und konnte seine Führung behaupten. Häkkinen übernahm Rang zwei vor Ottaviani und Wanner.
Perfekte Strategie ebnet den Weg zum Sieg
In den folgenden Runden bestimmten Jarschel und Häkkinen das Tempo an der Spitze und setzten sich kontinuierlich vom restlichen Feld ab. Während sich die beiden auf ihre Strategie konzentrierten, absolvierte Jarschel in Runde 37 seinen ersten Pflichtboxenstopp. Häkkinen reagierte eine Runde später, musste sich anschließend jedoch erneut hinter dem Deutschen einreihen. Wanner behauptete weiterhin Rang drei, während Ottaviani nach seinem ersten Stopp auf Position sechs zurückfiel.
Nach dem ersten Boxenstopp baute Jarschel seinen Vorsprung leicht aus. Rund acht Minuten vor Rennende absolvierte er seinen zweiten Pflichtstopp – Häkkinen folgte unmittelbar. Doch auch danach ließ Jarschel nichts mehr anbrennen und brachte seinen Vorsprung souverän bis ins Ziel.
Spektakulärer Dreikampf um das Podium
Während die ersten beiden Positionen früh vergeben schienen, entwickelte sich dahinter ein packender Kampf um den letzten Platz auf dem Podium. Jonas Wanner, Maximilian Benecke und Nikal Houben lieferten sich in den Schlussminuten einen spektakulären Dreikampf und fuhren mehrfach nebeneinander durch die engen Kurven des Norisrings. Die Positionen wechselten beinahe im Sekundentakt, ehe sich Wanner auf den letzten Metern den dritten Platz sichern konnte. Benecke reihte sich auf Rang vier ein, Houben belegte Position fünf.
Bereits am kommenden Samstag steht mit der Motorsport Arena Oschersleben die vierte Runde der DTM eSports Championship 2026 auf dem Programm. Weiter geht es dann auf dem Sachsenring, bevor das große Vor-Ort-Finale am Nürburgring ansteht.
Stimmen nach dem Rennen
Tim Jarschel (Falken Simracing Team): „Zu Beginn war Turkka noch direkt in meinem Windschatten. Er hat aber nicht attackiert, weil wir beide gesehen haben, dass wir uns gemeinsam vom Feld absetzen konnten. Das hat perfekt funktioniert. Nach dem ersten Boxenstopp war ich froh über meinen kleinen Vorsprung, denn mir ist ein kleiner Fehler passiert, der etwas Zeit gekostet hat. Danach lief alles nach Plan. Ich freue mich außerdem sehr, dass das Finale vor Ort auf dem Nürburgring stattfinden wird.“
Turkka Häkkinen (Needracing.com): „Es war ein gutes Rennen. Natürlich wäre ich gerne näher an Tim drangeblieben, aber mir ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Tim hatte zu Beginn mehr Sprit an Bord und war dadurch etwas schwerer unterwegs. Zum Rennende konnte er seinen Vorteil dann ausspielen und sich entscheidend absetzen.“
Jonas Wanner (Alpha One by SX): „Es war ein unglaublich hartes Rennen. Der Wechsel von einer konstanten Fahrweise auf komplettes Risiko war nicht einfach. Am Ende hatte ich vielleicht auch das nötige Quäntchen Glück, weil die anderen beiden so hart miteinander gekämpft haben. Insgesamt war es aber ein faires Rennen. Am Norisring bleibt leichter Kontakt einfach nicht aus.“