- Spitzenreiter Maro Engel reist mit 21 Punkten Vorsprung in die Eifel
- DTM-Comeback von Christian Engelhart im Lamborghini
- Volles Programm: Kart-Grand Prix, eSports-Finale, Truck-Go-and-Stop
München. Die DTM steuert auf die Zielgerade zu: Beim sechsten von acht Tourstopps geht der Meisterschaftskampf auf dem Nürburgring (14. bis 16. August) in die heiße Phase. Spitzenreiter Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) reist mit einem Vorsprung von 21 Punkten in die Eifel. Ein beruhigendes Polster ist das allerdings nicht, denn die Tabellenführung wechselte in der laufenden Saison bereits achtmal. Mit Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing), Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) und dem wiedererstarkten Thomas Preining (A/Manthey) lauern drei weitere Titelkandidaten in Schlagdistanz. Wie ausgeglichen der Kampf um die Krone ist, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Unter den ersten acht sind sieben verschiedene Hersteller vertreten – beste Voraussetzungen für ein spannendes Wochenende am Nürburgring.
Tickets gibt es ab 49 Euro auf dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. ProSieben zeigt die Rennen live im Free-TV. Sendebeginn ist am Samstag und Sonntag jeweils um 13 Uhr. Im kostenlosen Livestream sind die beiden Meisterschaftsläufe bei
Joyn,
ran.de,
ServusTV ON und auf dem
YouTube-Kanal der DTM zu sehen. Am Sonntag wird zudem erstmals ein DTM-Rennen mit einer Live-Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Fans angeboten. Die Übertragung ist über
tohr-blindenreportage.de abrufbar.
Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 11 und 12 von 16- Streckenlänge: 3.629 Meter
- Layout: Elf Kurven (sieben Rechts-, vier Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
- Sieger 2025, Rennen 1: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3)
- Sieger 2025, Rennen 2: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo)
Engel im Höhenflug – Verfolger unter Zugzwang
Engel fährt in diesem Jahr auf der Überholspur und gehört in der DTM seit dem ersten Lauf zur Spitzengruppe. Der Routinier überzeugt mit beeindruckender Konstanz: Im Schnitt sammelte der Mercedes-AMG-Pilot bisher 29 Punkte pro Rennwochenende. In der Eifel jubelte Engel dieses Jahr zudem über den Sieg beim ADAC Ravenol 24h Nürburgring und geht mit guten Erinnerungen in den sechsten DTM-Stopp. „Es ist kein Geheimnis, dass der Nürburgring eine meiner Lieblingsstrecken ist. Ich habe dort tolle Erfolge gefeiert. Die vielen Fans machen jedes Rennen zu einem Spektakel. Die Tabellenführung ist eine Momentaufnahme. Wir denken von Rennen zu Rennen und wollen uns stetig verbessern. Denn die Konkurrenz schläft nicht“, sagt Engel.
Für den Gesamtzweiten Thiim lief es am Rennwochenende in Oschersleben nicht nach Wunsch. Der Däne verlor die Tabellenführung, will am „Ring“ mit seinem Aston Martin Vantage GT3 aber wieder um den Sieg kämpfen. Thiim: „Dass wir als Tabellenzweiter zum Nürburgring reisen und überhaupt über den Titel sprechen können, ist etwas, wovon wir vor der Saison geträumt haben. Für uns Fahrer ist die Sprintstrecke eine gute Mischung aus engen Kurven und schnellen Passagen. Genau das liebe ich an der DTM: Wir fahren häufig Streckenvarianten, die man aus anderen Rennserien so nicht kennt.“
Auer wartet nach einem starken Start mit drei Podestplätzen aus den ersten drei Läufen auf ein weiteres Erfolgserlebnis. Der Österreicher braucht in der Eifel wieder ein Top-Ergebnis, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Mit Rückenwind reist dagegen Mirko Bortolotti an den Nürburgring (TGI Team by GRT). Der Italiener schrieb in der DTM Geschichte, als er in Oschersleben den weltweit ersten Rennsieg des Lamborghini Temerario GT3 feierte. „Wenn wir eine Siegchance bekommen, nutzen wir sie“, kündigt Bortolotti an. „Auf dem Nürburgring habe ich 2023 mein erstes DTM-Rennen gewonnen. Mit dem Temerario stecken wir noch voll in der Entwicklung. Für uns wird es darum gehen, in den Trainings die richtige Abstimmung fürs Fahrzeug zu finden. Wichtig ist für mich, in eine Position zu kommen, in der ich um ein gutes Ergebnis kämpfen kann.“ Das TGI Team by GRT geht am Nürburgring mit einem neuen Fahrer ins Rennen: DTM-Rennsieger Christian Engelhart (Starnberg) feiert sein Comeback und ersetzt im Lamborghini-Team den verletzten Maximilian Paul.
Heimspiel für zwei Eifel-Teams
Manthey und HRT Ford Performance sind am Nürburgring zu Hause. Von den Firmensitzen beider Rennställe bis zur Traditionsstrecke sind es nur wenige Minuten. Auch für Ford-Fahrer Arjun Maini (IND) ist das Eifelrennen ein Heimspiel. Der Inder lebt im nur eine gute Autostunde entfernten Troisdorf. Porsche-Pilot Preining will im „Grello“ von Manthey nach der Galavorstellung in Oschersleben den nächsten starken Auftritt folgen lassen. Noch wartet der 28-Jährige allerdings auf seinen ersten DTM-Sieg auf dem Nürburgring. „Wir gehen hochmotiviert in unser Heimspiel und wollen vor unseren Fans an die Leistung des letzten Rennwochenendes anknüpfen. Mercedes ist diese Saison stark unterwegs. Aber das sind wir auch und es wird langsam Zeit, den ersten DTM-Sieg für Porsche am Nürburgring zu holen“, erklärt Preining.
Rennaction und Nostalgie am Nürburgring
Zusätzliche Rennaction versprechen auf dem Eifelkurs drei weitere Rennserien: Die ADAC GT4 Germany, der BMW M2 Cup und der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland sorgen für packenden Motorsport. Wer es nostalgisch mag, kommt bei den Showfahrten mit legendären Fahrzeugen aus vier DTM-Jahrzehnten auf seine Kosten. Auch abseits der Rennen wartet am Nürburgring ein volles Programm. Am Freitag ab 18.30 Uhr findet auf der Ring-Kartbahn der DTM Kart Grand Prix statt, unter anderem mit Ben Dörr, Tom Kalender und David Schumacher. Am Samstag ab 15 Uhr wird im RaceRoom SimRaceCafé im Ring-Boulevard das Finale der DTM eSports Championship ausgetragen, am Abend wartet dann der Wettbewerb „DTM-Trucks Go and Stop“ auf der Start-Ziel-Geraden.