- Der Franzose Tom Dufour übernimmt die Tabellenspitze im ADAC Opel GSE Rally Cup 2026
- Max Reiter gewinnt die ADAC Saarland-Pfalz Rallye; starkes Debüt von Simon Gasslbauer
- Gastfahrer Lance David Arnold und VOX vom Cup und dem Opel Mokka GSE Rally begeistert
Rüsselsheim/München. Der Titelkampf im ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 hat bei der ADAC Saarland-Pfalz Rally eine dramatische Wendung genommen. Inmitten eines packenden Duells um den Sieg gegen Gastfahrer Max Reiter rutschte der als Tabellenführer in seine Heimrallye gestartete Timo Schulz in der elften von 14 Wertungsprüfungen in einen Graben. Der frischgebackene Junior-Europameister und Copilotin Maresa Lade schafften es zwar noch ins Prüfungsziel, mussten die Rallye dann aber aufgeben. Dadurch rutschte der 27-Jährige aus Siersburg in der Gesamtwertung auf die dritte Position zurück. Die Cup-Führung hat nunmehr wieder Tom Dufour inne. Der Franzose und Co Alex Dubois fuhren im Saarland auf den dritten Platz und liegen nun sechs Punkte vor Ioan Lloyd. Der Waliser und sein Beifahrer Sion Williams liefen an fünfter Stelle ein, wobei sie ein Reifenschaden in WP10 rund zwei Minuten kostete. „Das war eine harte Rallye, und wir sind happy, es ins Ziel geschafft zu haben“, freute sich Tom Dufour. „Weil nun jeder Punkt zählt, haben wir in der Power Stage nochmal das getan, was wir am liebsten tun – volle Attacke. Und es ist aufgegangen. Als Tabellenführer zum Finale zu fahren, ist natürlich sehr schön. Aber es sind nur sechs Punkte Abstand zu Ioan. Es wird super spannend!“
Nach Schulz‘ Ausfall fuhren Max Reiter und Beifahrerin Conny Nemenich bei ihrem Comeback in einem elektrischen Rallyefahrzeug den Sieg souverän nach Hause. „Damit hätte ich nie gerechnet“, strahlte der zweimalige Vizemeister des ADAC Opel Electric Rally Cup. „Wir sind sehr dankbar, die Möglichkeit für diesen Gaststart bekommen zu haben. Hier gewonnen zu haben, ist gigantisch. Wir konnten uns im Shakedown einen guten Eindruck vom Auto verschaffen, und der hatte dann auch bis ins Ziel Bestand: Der Mokka ist ein beeindruckendes Rallyeauto. Mit seiner Power und dem bulligen Drehmoment fordert er den Fahrer deutlich mehr als der Corsa.“ Dabei glänzten die Lokalmatadoren und der Opel Mokka GSE Rally auch im Gesamtklassement: Nach 14 Wertungsprüfungen über 154 Kilometer klassierte sich der schnellste der bis zu 281 PS starken Stromer auf dem neunten Platz. Zweite in der Cup-Wertung wurden die Belgier Tom Heindrichs und Jonas Schmitz, die nach dem Gewinn des ADAC Opel Electric Rally Cups 2025 und dem Vize-Europameistertitel in der diesjährigen Junior European Rally Championship bei der ADAC Saarland-Pfalz Rally einen Gaststart im Mokka GSE Rally absolvierten.
Ein eindrucksvolles Debüt im weltweit ersten elektrischen Rallye-Markenpokal lieferten Simon Gasslbauer und seine Copilotin Lena Plattner ab. Der 21-jährige Bayer, der erst im Shakedown am Donnerstag die ersten Meter im Mokka GSE Rally abgespult hatte, steigerte sich von Prüfung zu Prüfung und fuhr am Ende auf einem bärenstarken vierten Rang über die Zielrampe. „Das war einfach super“, freute sich Gasslbauer. „Wir konnten uns im Verlauf der Rallye steigern, und das war auch das Ziel. Dass es am Ende reichen würde, um gegen diese starke Konkurrenz im Vorderfeld mitmischen zu können, hätten wir nie erwartet. Obwohl der Mokka GSE Rally ganz anders ist als die Autos, die ich gewohnt war, konnte ich mich schnell auf das Fahrzeug einschießen. Der Mokka fährt super stabil, Ansprechverhalten und Bremse funktionieren perfekt. Mit diesem tollen Ergebnis hätten wir nicht gerechnet – umso stolzer sind wir darauf.“
Mit einem breiten Grinsen im Gesicht beendete auch Lance David Arnold seinen Gaststart im ADAC Opel GSE Rally Cup. Begleitet vom Fernsehsender VOX, der in Kürze im Rahmen des Magazins „auto mobil“ eine Reportage über das Rallye-Abenteuer des gelernten Rundstrecken-Piloten senden wird, fuhr der 40-jährige Duisburger mit der Österreicherin Nina Spitaler an seiner Seite eine saubere Rallye und äußerte sich von Fahrzeug und Cup begeistert: „Es war eine großartige Erfahrung. Die Rallye-Szene ist einfach toll. Auch nach 20 Jahren Motorsport bist du hier erst einmal Schüler. Und dann triffst du im Cup auf international erfahrene Topleute, die auf extrem hohem Niveau fahren. Aber alles passiert auf eine schöne Art. Alles, was ich im Motorsport liebe – dieses sich Herantasten, Analysieren, Erarbeiten von Erkenntnissen, aber auch das Scherzen mit den Konkurrenten, das wir auf der Rundstrecke oft vermissen – all das habe ich hier wiedergefunden. Mit Nina habe ich mich toll zusammengerauft, sie hat perfekte Arbeit geleistet. Und der Mokka GSE Rally macht unfassbar viel Spaß. Das Auto ist super agil und lässt sich richtig schön fahren. Und die Competition im Cup ist einfach klasse!“
„Der Mokka GSE Rally hat bei der ADAC Saarland-Pfalz Rally einmal mehr stark performt“, lobte Opel-Motorsportchef Jörg Schrott. „Gleich in der zweiten Wertungsprüfung war Timo hinter vier Rally2-Allradlern Fünfter im Gesamtfeld. Am Ende des ersten Tages lag der beste Mokka auf Position sieben. Und der Kampf an der Cup-Spitze hatte wieder Top-Format. Für Timo wird der Titelgewinn natürlich jetzt eine schwierige Aufgabe. Aber so ist Motorsport eben, und beim Finale kann alles passieren.“
Der Sender n-tv zeigt im Magazin „PS – DRM Deutsche Rallye-Meisterschaft“ am morgigen Sonntag (1.11.) ab 12.15 Uhr (Wiederholung 19.15 Uhr) eine Zusammenfassung der ADAC Saarland-Pfalz Rallye. Der letzte Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 steigt am 28./29. November im belgischen Spa.
Stand ADAC Opel GSE Rally Cup (nach 6 von 7 Wertungsläufen)
1. Dufour 166 Punkte. 2. Lloyd 160. 3. Schulz 136. 4. Español 96. 5. Schönborn 95. 6. Johansson 84. 7. Eertmans 77. 8. Ledda 57. 9. Kamermans 35. 10. Van Empel 22. 11. Luif 21. 12. Wlömer 20. 13. Wilhelm 16. 14. Stütz 14. 15. Wittenbeck 12.