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13.11.2014 - ADAC GT Masters

ADAC GT Masters-Vizemeister Van Lagen: Glücklich über Platz zwei

  • Jaap van Lagen beendet Debütsaison im Porsche 911 als Tabellenzweiter
  • Zweifacher Saisonsieger zieht Bilanz seiner ADAC GT Masters-Saison
  • Van Lagen: Titel nicht in Hockenheim, sondern am Sachsenring verloren

München - Jaap van Lagen (37, NL / GW IT Racing Team – Schütz Motorsport) kann auf eine beeindruckende Debütsaison im ADAC GT Masters zurückblicken. Der Niederländer war bis zum Finalwochenende im Porsche 911 der engste Rivale von Kelvin van der Linde (18, ZA) und René Rast (28, Frankfurt / beide Prosperia C. Abt Racing) im Kampf um den Meistertitel. Van Lagen eroberte mit Unterstützung von Christian Engelhart (27, Kösching), Kévin Estre (26, F) und Martin Ragginger (26, A) im Saisonverlauf zwei Mal die Tabellenspitze und feierte bei seinem Heimrennen in Zandvoort einen Doppelsieg. Am Ende belegte er Platz zwei in der Fahrerwertung.

Sie haben Ihre Debütsaison im ADAC GT Masters als Vizechampion beendet. Trauern Sie dem verpassten Titel nach oder sind Sie stolz über den zweiten Platz in der Fahrerwertung?

Jaap van Lagen: „Ich bin sehr stolz über den zweiten Platz. Vor der Saison waren viele der Meinung, dass man mit dem Porsche vielleicht nicht um den Titel fahren kann. Doch zusammen mit dem GW IT Racing Team Schütz Motorsport waren wir vom Saisonstart bis zum letzten Rennen schnell unterwegs und lagen immer ganz weit vorn. Natürlich gab es auch mal ein Wochenende, an dem es etwas schwieriger war. Aber man muss sagen, dass der Porsche vom Team immer perfekt vorbereitet war und wir die Abstimmung an jedem Wochenende sehr gut getroffen haben.“

Welches Ziel haben Sie sich vor dem Saisonstart gesetzt? War der Titel das Ziel?

„Das Ziel des Teams war es ganz klar, den Titel zu holen. Das war natürlich sehr ambitioniert, denn obwohl die Mannschaft schon 2012 um den Titel gekämpft hat, war 2013 keine einfache Saison für das Team. Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, um mit um den Titel zu fahren. Die Zusammenarbeit mit dem Team war sehr gut, wir sind toll zusammen gewachsen. Wir haben nie viel diskutiert und waren meist auf der gleichen Linie. Beim Finale in Hockenheim hatten wir Pech, der Boxenstopp hat die theoretische Chance auf den Titel gekostet. Das war sehr schade, aber als Team gewinnt und verliert man gemeinsam und so was kann halt auch mal beim wichtigsten Rennen der Saison passieren. Ich bin aber sehr glücklich darüber, die Saison als Zweiter zu beenden, denn ich bin überzeugt, dass wir den Titelkampf auch ohne unser Malheur beim Boxenstopp in Hockenheim wohl nicht mehr hätten drehen können.“

Was war Ihr persönliches Saisonhighlight? Der Doppelsieg in Zandvoort?

„Ja, ganz eindeutig. Bei meinem Heimrennen vor vielen Fans und Freunden beide Läufe zu gewinnen, war einfach fantastisch. Es hat das gesamte Wochenende geregnet, und bekanntlich ist der Porsche im Regen ein exzellentes Auto. Aber an diesem Wochenende waren wir unter allen Bedingungen und in jeder Session ganz vorn mit dabei. Es war einfach ein traumhaftes Wochenende.“

Was hat Sie letztendlich den Titel gekostet? Die Strafe nach dem verpatzten Boxenstopp in Hockenheim oder der Nuller beim Rennen zuvor am Sachsenring?

„Das war im zweiten Rennen am Sachsenring, als der Heckflügel am Start beschädigt wurde und wir uns dazu entschieden haben, den Flügel beim Fahrerwechsel zu tauschen. Wir haben in diesem Rennen nicht gepunktet. Gleichzeitig haben van der Linde und Rast gewonnen und hatten so vor dem Finale einen Vorsprung , der realistisch gesehen in Hockenheim einfach nicht mehr aufzuholen war. Die Audi-Jungs mussten beim Finale im Gegensatz zu uns nicht mehr attackieren und konnten eher locker fahren.“

Sind Sie 2015 auch wieder im ADAC GT Masters dabei?

„Ich würde 2015 sehr gerne wieder im ADAC GT Mastes starten. Ich finde die Serie und auch das Rennformat sehr toll. Das Niveau ist im ADAC GT Masters hoch und die Saison hat mir viel Spaß gemacht. Am liebsten würde ich wieder gemeinsam mit dem GW IT Racing Team Schütz Motorsport und Christian Engelhart in einem Porsche 911 fahren, aber wir haben darüber bisher noch nicht gesprochen. Ich habe nach dem Saisonende erst einmal einige Tage Urlaub gemacht. Ich denke, dass wir uns bald einmal zusammensetzen werden, um über die kommende Saison zu sprechen.“

In der Zwischenzeit sollten Sie die Garage aufräumen. Sie stehen dank der Erfolge im ADAC GT Masters kurz davor die renommierte weltweite Porsche-Privatfahrerwertung und damit einen neuen Porsche zu gewinnen.

„Ja, dort sieht es gut für mich aus und der Hauptgewinn ist ein Porsche 911. Ich habe in meiner Rennfahrerkarriere bereits einen Ford Ka und einen Renault Megane gewonnen, aber das wäre sicherlich der tollste Preis. Sollte ich diese Wertung gewinnen, ist das schon eine große Ehre und ich hoffe, es hilft mir in der kommenden Saison.“
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