- Fourie/Zimmermann von FK Performance Motorsport in der Tabelle knapp vorne
- Liqui Moly Team Engstler Motorsport-Piloten Hirsiger/Zulauf in Lauerstellung
- Blum/Kalus vom Haupt Racing Team planen Aufholoffensive beim Finale
München. Dreikampf um die Meisterschaft im ADAC GT Masters. Vor dem Finale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (9. bis 11. Oktober) trennen nur fünf Punkte die Tabellenführer von ihren Herausforderern – der engste Titelkampf seit Jahren. An der Spitze liegen mit 184 Punkten die BMW-Piloten Leyton Fourie (20/ZAF) und Tim Zimmermann (29/Langenargen/beide FK Performance Motorsport). Mit 179 Zählern folgen Felix Hirsiger (28/CHE) und Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) in ihrem Lamborghini auf Rang zwei. Rechnerisch können auch Kiano Blum (19/AUT) und Niklas Kalus (21/Duisburg/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang noch nach der Trophäe greifen. Ihr Rückstand beträgt 48 Punkte und in Hockenheim sind noch 56 Zähler zu holen. Tickets für das große Finale im Rahmen der DTM sind unter dtm.com ab 49 Euro erhältlich.
Showdown beim Finale
Fünf Punkte, die Differenz zwischen Platz eins und Platz zwei – sowohl in der Meisterschaft als auch in der Punktetabelle. Alles ist möglich in den verbleibenden beiden Rennen des ADAC GT Masters. Im Lauf der Saison wechselte die Meisterschaftsführung immer wieder zwischen Fourie/Zimmermann und Hirsiger/Zulauf. Bleiben die BMW-Piloten bis zum Ende vorne oder holt das Lamborghini-Duo nochmals auf?
Die reine Statistik spricht mit sechs zu zwei Siegen auf dem Hockenheimring für Lamborghini. Zimmermann, der dort 2020 sein erstes Podium im ADAC GT Masters feierte und 2023 gewann, will das ändern. „Ich hatte schon viele Versuche und bin dankbar, jetzt in dieser Position zu sein“, erklärt er. „Es wäre ein riesiges Highlight. Mit dem Titel würde sich ein großes Ziel und ein Traum erfüllen.“ Südafrikaner Fourie verfolgt schon seit Jahren die Erfolge der Van der Linde-Brüder sowie Jordan Pepper und will seinen Landsmännern nacheifern: „Seit meiner Kindheit träume ich davon, auch eine GT3-Meisterschaft zu gewinnen. Besonders Sheldon und Jordan haben mich in den Jahren sehr unterstützt und es wäre schön, es ihnen gleichzutun.“
Wie sich Feiern in Hockenheim anfühlt, weiß auch Zulauf. Er gewann dort 2024 den Titel in der ADAC GT4 Germany und schickt eine klare Kampfansage an die Konkurrenz. „Wir gehen mit der Erwartung ins Wochenende, Meister zu werden“, so Zulauf. „Wir haben so lange dafür gekämpft. Zweiter zu werden, würde sich wie eine Niederlage anfühlen.“ Teamkollege Hirsiger kommt als zweifacher Champion anderer Serien in das Finale und hat eine klare Zielsetzung: „Das wäre mein dritter Titel in Folge und das ist meine Hauptmotivation. Es würde mir sehr viel bedeuten und wäre natürlich auch für die Zukunft extrem wichtig.“
Mit 48 Punkten Rückstand zählen Kalus und Blum im Ford Mustang GT3 eher zu den Kandidaten mit Außenseiterchancen. Davon lässt sich das Duo aber nicht entmutigen und startet voller Motivation ins Finale. „Wir möchten uns gerne noch einen Sieg holen“, sagt Kalus. „Die Meisterschaft zu gewinnen, wird sehr schwierig, aber wir geben unser Bestes und konzentrieren uns auf uns.“ Teamkollege Blum zeigt sich ebenfalls optimistisch. „Hockenheim war schon immer eine meiner Lieblingsstrecken. Ich traue mich zu sagen, dass ich persönlich dort am schnellsten bin, weil ich schon so unglaublich viele Kilometer absolviert habe. Entsprechend zuversichtlich bin ich, dass uns ein guter Abschluss gelingt.“