- „King of the Ring“ Marc Márquez schon am ersten Tag Schnellster
- Der Spanier Izan Guevara fährt neuen Streckenrekord in der Moto2-Klasse
- Hauchdünne Abstände: Spannung pur in der Moto3-Kategorie garantiert
Hohenstein-Ernstthal. Marc Márquez (Ducati Lenovo Team) macht seinem Namen als „King of the Ring“ schon am Trainingsfreitag alle Ehre. Der Weltmeister aus Spanien erzielte in der Sitzung am Nachmittag die Tagesbestzeit in 1:19,394 Minuten. Schon in der freien Trainingssession am Vormittag belegte der Ducati-Pilot trotz eines Sturzes die zweite Position. Auf Platz zwei in der Tageswertung fuhr Raúl Fernández (SuperFile Trackhouse MotoGP Team). Der Aprilia-Fahrer aus Spanien führte die Vormittagssitzung hauchdünn mit einem Vorsprung von 0,051 Sekunden an. Dritter wurde der Italiener Fabio Di Giannantonio (Pertamina Enduro VR46 Racing Team) vor Marc Márquez‘ Bruder Álex (BK8 Gresini Racing MotoGP) und Jack Miller (Prima Pramac Yamaha MotoGP) aus Australien.
„Es stimmt, dass wir auf dem ersten Platz liegen. Es stimmt allerdings auch, dass es nicht ganz so lief, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich bin zwar schnell, aber es fühlt sich noch nicht ganz natürlich und flüssig an – so wie es auf dieser Strecke eigentlich laufen müsste. Am Sonntag stehen 30 Runden an. Wir stehen also ziemlich gut da, müssen aber noch ein paar Kleinigkeiten anpassen, um eine etwas konstantere Rennpace zu finden“, sagte Márquez.
Auf Rekordkurs war am Freitag bereits die Moto2-Klasse: Der Spanier Izan Guevara (BLU CRU Pramac Yamaha Moto2) brannte am Nachmittag einen neuen Streckenrekord in den Asphalt des Sachsenrings. Er brauchte 1:22,260 Minuten für eine Runde. Nur 0,036 Sekunden dahinter reihte sich sein Landsmann Iván Ortolá (QJMOTOR - R.O.M.E.A - MSI) ein, der Kolumbianer David Alonso (CFMOTO Azul Marino Aspar Team) komplettierte die Top 3. Die beiden Piloten des deutschen Teams LIQUI MOLY Dynavolt Intact GP landeten direkt dahinter: Der Australier Senna Agius wurde Vierter, WM-Leader Manuel González aus Spanien Fünfter.
Eng, enger, Moto3: 19 Fahrer innerhalb von einer halben Sekunde
In der Moto3-Kategorie setzte sich am Nachmittag der Indonesier Veda Pratama vom Honda Team Asia durch. Er umrundete die 3,7 Kilometer lange Traditionsrennstrecke in 1:25,848 Minuten. Platz zwei belegte der Spanier Joel Esteban (LEVEL UP - MTA), gefolgt vom Briten Eddie O‘Shea (GRYD Racing). Der spanische WM-Dritte David Almansa aus dem deutschen Team LIQUI MOLY Dynavolt Intact GP verzichtete wegen einer Fiebererkrankung auf beide Trainingssitzungen am Freitag.
Typisch Moto3-Klasse: Die Zeitabstände waren am Freitagnachmittag unfassbar gering; die ersten 19 Fahrer lagen allesamt innerhalb einer halben Sekunde. Spannung pur ist am weiteren Wochenende garantiert. Der Österreicher Leo Rammerstorfer vom Team SIC58 Squadra Corse schloss das Nachmittagstraining auf Platz 22 ab. Der einzige deutschsprachige Fahrer im WM-Zirkus hatte in der Endabrechnung 1,3 Sekunden Rückstand auf die Spitze.
Am Samstag geht es auf dem traditionsreichen Sachsenring erstmals so richtig heiß her. Am Vormittag ermittelt die Königsklasse MotoGP im Qualifying die Startaufstellung für das Sprintrennen am Nachmittag und den Grand Prix am Sonntag. Die Qualifikation für die Moto2- und die Moto3-Klasse folgt am frühen Nachmittag. Die deutschen Nachwuchshoffnungen kämpfen im jeweils ersten Wertungslauf des Moto4 Northern Cups und des Red Bull MotoGP Rookies Cups um Siege und Pokale.
Ein Restkontingent an Karten für den Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland ist online unter
adac.de/motogp, telefonisch unter der Hotline 03723/8099111 oder per E-Mail an
info@sachsenring-event.de erhältlich. Kinder unter 14 Jahren haben in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen kostenlosen Zugang in die Stehplatzbereiche.